Bundesplatz-Kino
10715 Berlin
U + S-Bhf Bundesplatz (U9 - S 41,42,46)
Bus 248, N9
Tel.: 030 / 85 40 60 85
Saal ist barrierefrei
Sonntag, den 12.04.2026:
11:00 Bundesplatz-Kino:
Father Mother Sister Brother13:30 Bundesplatz-Kino:
Außer Atem (1960)15:15 Bundesplatz-Kino:
Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke18:00 Bundesplatz-Kino:
Nouvelle Vague20:30 Bundesplatz-Kino:
Kurzwerke Showcase - Kurzfilmprogramm
Berlin - Ecke Bundesplatz: Der Yilmaz-Clan (2009)
Das Leben ist eine Baustelle (1997)
Die reichste Frau der Welt (OmU)
Gelbe Briefe
Girls don´t cry (OmU)
Nebelkind - The End of Silence
Nouvelle Vague (OmU)
Siri Hustvedt - Dance Around the Self (OmU)
Strafsache van Geldern (1932)
Eintrittspreise
- Erwachsene 10,-- €
- Ermäßigt 9,-- €
- Kinder (bis 12 J.) 6,-- €
- Kinotag (MI) 8,-- €
Cosima Filmtheater
Eva Lichtspiele
Strafsache van Geldern (1932)
Sonntag 19. April um 11.00 Uhr in unserer Matinee:
FILM UND BUCHVORSTELLUNG
Ellen Richter. Die große Unbekannte des Weimarer Kinos.
Erschienen 2026 bei SYNEMA (Wien)
Zu Gast: die Autoren Philipp Stiasny und Oliver Hanley
Wir zeigen die Restaurierung des Bundesarchivs von 2022:
Strafsache van Geldern
Deutschland 1932
Regie: Willi Wolff
Buch: Hans Hyan, Willi Wolff nach dem gleichnamigen Roman von Hans Hyan
Kamera Emil Schünemann
Mit Ellen Richter, Paul Richter, Lucie Höflich, Fritz Kampers, Lizzi Waldmüller
78 min s/w dt. OF DCP
Restaurierte Fassung des Bundesarchivs
Modern, selbstbewusst, entschlossen. So steht die erfolgreiche Geschäftsfrau Martha van Geldern (Ellen Richter) ihrem Ehemann gegenüber, einem spielsüchtigen Rechtsanwalt (Paul Richter). Er bittet sie, seine Schulden zu begleichen, sie bleibt hart und lehnt ab. Kurz danach ereignet sich in ihrer schicken Villa in Schmargendorf nahe der Kreuzkirche am Hohenzollerndamm ein Mord. Ein Unschuldiger wird verhaftet – und ein Mann aus der Berliner Unterwelt (Fritz Kampers) macht sich auf, den wahren Täter zu finden.
ELLEN RICHTER, die unnachgiebige Frau, war damals einer der beliebtesten Stars des Weimarer Kinos. Zwischen 1915 und 1933 spielte sie in fast 70 Filmen mit, ab 1922 stets unter der Regie ihres Mannes Willi Wolff. Sie spielte Unterdrückte und Rebellinnen, furchtlose Detektivinnen, weltreisende Abenteuerinnen, feministische Komödiantinnen. Als Jüdin von den Nationalsozialisten mit Berufsverbot belegt, musste sie Deutschland verlassen und überlebte die Verfolgung im Exil in Österreich, Frankreich und den USA. Nie wieder war sie auf der Leinwand zu sehen.
Die Filmhistoriker Philipp Stiasny und Oliver Hanley haben das Leben und Werk dieser außergewöhnlichen Künstlerin erforscht und machen es wieder sichtbar. Das Ergebnis ist das reichbebilderte Buch Ellen Richter. Die große Unbekannte des Weimarer Kinos, erschienen 2026 bei SYNEMA (Wien). Zu den schönsten Entdeckungen darin gehört STRAFSACHE VAN GELDERN. Der erst kürzlich restaurierte Film ist zugleich ein stimmungsvoller Krimi und ein Archiv. Denn wenn vor unseren Augen die frühere Karriere Martha van Gelderns als Revuestar vorbeizieht, sehen wir Szenen aus Ellen-Richter-Filmen, die heute verschollen sind.
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