Zum 100. Geburtstag von Ingeborg Bachmann

Ingeborg Bachmann - Jemand, der einmal ich war

Mit SANDRA HÜLLER

Im Bundesplatz-Kino:
Montag, 20.07. um 16:00 Uhr
Dienstag, 21.07. um 18:30 Uhr
Mittwoch, 22.07. um 18:30 Uhr
Donnerstag, 23.07. um 16:30 Uhr
Freitag, 24.07. um 18:30 Uhr
Samstag, 25.07. um 18:30 Uhr
Montag, 27.07. um 16:30 Uhr
Mittwoch, 29.07. um 18:30 Uhr


Dienstag 21.07.
Mittwoch 22.07.
Donnerstag 23.07.
Freitag 24.07.
Samstag 25.07.
Montag 27.07.
Mittwoch 29.07.



Deutschland, Österreich | 2026 | 95 min | FSK 6
Dokumentarfilm
Regie: Regina Schilling
Mit: Sandra Hüller, Ingeborg Bachmann, Max Frisch, Paul Celan, Hans Werner Henze

In einer poetischen Spurensuche lässt Regisseurin Regina Schilling das Publikum am Entstehen von Kunst teilhaben: Schauspielerin Sandra Hüller nähert sich dem Leben von Ingeborg Bachmann an einem imaginären Tag und verleiht ihren Worten eine eindringliche Präsenz. Mit einem kunstvollen Geflecht aus improvisierten Szenen, Archivschätzen, Interviews und Bachmanns eigenen Texten durchmisst der Film die zentralen Lebensphasen der Autorin – von der Kriegskindheit in Kärnten, dem Aufstieg zum Star der Gruppe 47 bis zu den letzten Tagen in Rom. Der Weg ist gezeichnet von ihren komplizierten Beziehungen zu Paul Celan, Hans Werner Henze und Max Frisch und einem unnachgiebigen Ringen um eine eigene, radikale Sprache zwischen öffentlichem Ruhm und existenziellen Krisen.

Zum 100. Geburtstag von Ingeborg Bachmann gelingt Regina Schilling eine so sinnliche wie intellektuelle Annäherung an eine der bedeutendsten Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts. Durch die kraftvolle Interpretation von Sandra Hüller und meisterhafte Archivmontagen wird Bachmanns Sprachgewalt im Kino unmittelbar erfahrbar. INGEBORG BACHMANN – JEMAND, DER EINMAL ICH WAR ist ein filmisches Porträt, das die Zerbrechlichkeit und Kraft einer Künstlerin feiert, die sich jeder Vereinnahmung entzog und deren Werk bis heute eine visionäre Wucht besitzt.

Grade noch mit Ryan Gosling für Hollywood im Weltraum unterwegs und für die Hosenrolle in „Rose“ den Silbernen Bären abgeräumt, tritt Sandra Hüller nun als Ingeborg Bachmann auf. Und bringt der Ausnahme-Autorin ein Biopic-Ständchen zum 100. Geburtstag. Neben den Spielszenen in einer römischen Wohnung gibt es Archivmaterial über die Schriftstellerin, Briefe und Auszüge aus ihren Werken ergänzen das hybride Porträt wie ein Mosaik. Wer angestrengtes Streber-Kino oder eine bleischwere Pflichtübung für Deutsch-Leistungskurse befürchtet, sieht sich zum Glück enttäuscht: Dieses eigenwillige Biopic sprüht vor Ideen und findet einen sinnlichen Zugang zur sprachgewaltigen Schriftstellerin. Ein funkelndes Kaleidoskop, das Lust macht auf das (Wieder-)Entdecken der Werke dieser Literatur-Ikone.