DIE BILDERWELTEN DES JONATAN BRIEL

Das Schweigen / Tystnaden (1963)

Im Bundesplatz-Kino:
Sonntag 04.10. um 15:30 Uhr

Einführung: Martin Erlenmaier

94 min
Sonntag 04.10.


„Sehr beeindruckt“ zeigt sich Briel von Bergmans dystopischem Psychodrama um zwei Frauen und einen kleinen jungen in einer fremden, von Militär beherrschten Stadt, das er im Frühjahr 1964 erstmals sieht. Die kühl-leuchtende Kameraarbeit von Sven Nykvist wird später Einfluss auf die Gestaltung von Wie zwei fröhliche Luftschiffer (Kamera: Christoph Roth) und Jonatan Briel’s Lenz: eine deutsche Physiognomik (Kamera: Jörg Jeshel) haben.

Schweden, 1963, 95 Min., Drama
Regie & Drehbuch: Ingmar Bergman
Kamera: Sven Nykvist
Mit Ingrid Thulin, Gunnel Lindblom, Jörgen Lindström, Håkan Jahnberg, Birger Malmsten

Ester, ihre Schwester Anna und deren neunjähriger Sohn Johan müssen ihre Heimreise nach Schweden abrupt unterbrechen, als die lungenkranke Ester einen Zusammenbruch erleidet. Die drei übernachten in einer fremden Stadt in einem bizarren, alten Hotel, in dem außer ihnen nur eine Artistengruppe wohnt. Dort fallen sie - völlig isoliert von der Außenwelt - in einen Strudel der sexuellen Begrierde, der Exzesse und des Hasses...

Bergman übersetzt die Einsamkeit und Sprachlosigkeit seiner Protagonisten in eine bedrohlich-kalte Szenerie. Durch seine provozierende Darstellung von Sexualität sorgte Ingmar Bergman für Furore und einen handfesten Skandal. Besonders die Masturbationsszene von Ingrid Thulin erregte die Gemüter.





Nächste BRIEL-Vorstellung:

Sonntag, 11.10. um 15.30 Uhr im Bundesplatz-Kino
Dorian Gray im Spiegel der Boulevardpresse (1984)
BRD, 1984, 152 Min.
R/B/K: Ulrike Ottinger
D: Veruschka von Lehndorff, Delphine Seyrig, Magdalena Montezuma, Jonatan Briel