Und über das liebevolle, schmerzhafte, ambivalente Beziehungsnetz zwischen (queeren) Frauen.

Ninja Motherf*cking Destruction

Ein Film von LOTTA SCHWERK

im Bundesplatz-Kino
Montag, 20.07. um 20:00 Uhr: zu Gast: Lotta Schwerk
und Fion Mutert (Kamera) und Luca Eck (Set-Ton; Musik)


Donnerstag, 23.07. um 20:30 Uhr
Montag, 27.07. um 20:30 Uhr

Donnerstag 23.07.
Montag 27.07.

79 min


Ein Film von Lotta Schwerk, 79 Min., FSK 12
Deutschland 2025, 79 Minuten, deutsche Originalfassung

Regie & Buch & Produktion: Lotta Schwerk
Kamera: Fion Mutert
Post Producerin: Lisa-Marie Lutz
Co-Editorin: Lydia Leerstelle

Mit: Emma Suthe, Marie Tragousti, Merle von Mach, Yildiz Tiryakioglu

https://salzgeber.de/ninja



Mit 18 sind die besten Freundinnen Leonie und Marlene sich sicher, dass nichts sie trennen kann. Doch Leonie verliebt sich in Naomi, gibt sich ganz ihrer ersten großen Liebe hin und entfernt sich immer weiter von ihrer besten Freundin. Naomis depressive Schübe jedoch überfordern Leonie zunehmend. Als ihre Beziehung scheitert, merkt Leonie, wie sehr sie sich isoliert hat. Sie verlässt Berlin, beginnt eine Ausbildung und versucht die Welt um sich herum zu ordnen. Doch auch Jahre später fehlt jemand in ihrem Leben: Marlene.



Was macht meine Identität aus? Und wem muss ich sie beweisen? Als filmische Langzeitstudie angelegt, ist „Ninja Motherf*cking Destruction“ ein wildes und ungefiltertes Porträt eines queeren Erwachsenwerdens – überbordendes Gefühlschaos inklusive. Nach acht Jahren Drehzeit und ohne Förderung oder Filmschule im Hintergrund ist Regisseurin Lotta Schwerk mit ihrem Langfilmdebüt die intensive, immer authentische Chronik einer Jugend gelungen.

achtung berlin 2025:
new berlin film award, Beste Regie
new berlin film award, Bestes Schauspiel


Lotta Schwerk über ihren Film
Als ich 2017 begann, diesen Film zu drehen, sehnte ich mich nach einem Raum im Kino, in dem ein junger weiblicher oder queerer Körper ohne den männlichen Blick aufwachsen kann. Die Zeit zwischen 18 und 25 ist eine verletzliche Zeit. Und natürlich sehen wir auf der Leinwand viel junge Weiblichkeit, aber unsere Körper werden oft entblößt und benutzt, bevor wir sie überhaupt selbst verstehen. Bisexualität und queere Frauen im Allgemeinen werden oft skandalisiert und rein sexuell dargestellt. Und selbst junge Frauen, die mit psychischen Krankheiten zu kämpfen haben, werden als leidende, geheimnisvolle sexy Puppen dargestellt.

“Ninja Motherfucking Destruction” ist ein Film über Intimität, über Sexualität und über Körper, die sich über 8 Jahre hinweg verändern. Und über das liebevolle, schmerzhafte, ambivalente Beziehungsnetz zwischen (queeren) Frauen.
In gewisser Weise war es vielleicht eine Stärke, dass dieser Film wirklich ohne Geld, ohne Filmschule, ohne Autorität gemacht wurde. Wir sind unserer Intuition gefolgt. Auf diese Weise konnten wir unsere Referenzen auswählen und einen Film machen, der uns ermächtigt und unsere Geschichten wahrheitsgemäß erzählt.