Bundesplatz 14
10715 Berlin
U + S-Bhf Bundesplatz (U9 - S 41,42,46)
Bus 248, N9
Tel.: 030 / 85 40 60 85
Saal ist barrierefrei
Europa Cinema
Eintrittspreise:
-Erwachsene 9,-- €
-Kinder (bis 12 J.) 5,-- €
-ermäßigt 8,-- €
-Kinotag: Mittwoch 7,-- €
Keine Karten- nur Barzahlung
Wir zeigen heute,
Samstag, den 02.03.2024:


13:00 Bundesplatz-Kino:
Munch

15:30 Bundesplatz-Kino:
Die verkaufte Braut (1932)

17:45 Bundesplatz-Kino:
Geliebte Koechin

20:30 Bundesplatz-Kino:
Poor Things

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Impressum

Eva-Lichtspiele
BERLIN FILM REIHE

Die Kuckucks (1949)

In Zusammenarbeit mit der Initiative Bundesplatz e.V.
 
Sonntag, 10. Dezember, um 11.00 Uhr in unserer Matinee
Einführung: Martin Erlenmaier


Deutschland (Ost) 1948/1949 - DEFA
Regie: Hans Deppe
Drehbuch: Robert A. Stemmle, Marta Moyland
Kamera: Robert Baberske, Walter Rosskopf
Musik: Ernst Roters
mit Ina Halley, Hans Neie, Karl Heinz Schröder, Nils-Peter Mahlau, Regine Fischer, Rainer Penkert, Carsta Löck, Aribert Wäscher, Gertrud Wolle
93 min.

Nachdem der Vater verschollen und die Mutter gestorben ist, versucht die selbst noch minderjährige Inge Kuckert, ihre vier jüngeren Geschwister durchzubringen und auch vor dem Zugriff des Jugendamtes zu retten. Doch im verwüsteten Berlin der ersten Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg fehlt es nicht zuletzt an Wohnraum, und als Untermieter sind die fünf „Kuckucks“ nirgends wohlgelitten. Da entdeckt Inge
eine verlassene Villa. Mit der mündlichen Erlaubnis des Eigentümers richten die Geschwister zusammen mit befreundeten Lehrlingen das beschädigte Haus her. Doch dann meldet ein Fiesling Besitzansprüche an. Und der nette Eigentümer ist spurlos verschwunden.

Der seinerzeit recht erfolgreiche, aber seit langem fast völlig in Vergessenheit geratene frühe DEFA-Film ist eine sympathische Gegenwartsgeschichte, die zwischen Realismus und Märchen changiert. Rückblickend betrachtet, erinnert die Story der jungen Menschen, die sich auf eigene Faust Wohnraum verschaffen, dabei aber von den Besitzenden und Mächtigen behindert werden, an die Hausbesetzer der siebziger und achtziger Jahre.
(Jan Gympel, berlin-film-katalog.de)

Nach „Die Kuckucks“ setzte nicht nur der Co-Drehbuchautor Robert A. Stemmle (Regisseur von Berlin-Filmen wie „Gleisdreieck“ oder „Berliner Ballade“) seine Karriere im Westen fort: Der Regisseur Hans Deppe, der auch die erste DEFA-Komödie „Kein Platz für Liebe“ (siehe 19.11.) inszeniert hatte, drehte 1950 mit dem Kassenhit „Schwarzwaldmädel“ den ersten westdeutschen Nachkriegsfarbfilm und den Aus- löser der Heimatfilmwelle, der zugleich die Phase der „Trümmerfilme“ (zu denen auch „Die Kuckucks“ gerechnet werden kann) beendete.

Uraufführung: 8. April 1949, Berlin, Babylon.