Bundesplatz 14
10715 Berlin
U + S-Bhf Bundesplatz (U9 - S 41,42,46)
Bus 248, N9
Tel.: 030 / 85 40 60 85
Saal ist barrierefrei
Europa Cinema
Eintrittspreise:
-Erwachsene 9,-- €
-Kinder (bis 12 J.) 5,-- €
-ermäßigt 8,-- €
-Kinotag: Mittwoch 7,-- €
Keine Karten- nur Barzahlung
Wir zeigen heute,
Freitag, den 19.07.2024:


15:30 Bundesplatz-Kino:
Born to be Wild (OmU)

18:00 Bundesplatz-Kino:
Juliette im Fruehling (OmU)

20:30 Bundesplatz-Kino:
Madame Sidonie in Japan (OmU)

Durch Anklicken der Filmtitel erhalten Sie detaillierte Beschreibungen zu den Filmen


Impressum

Eva-Lichtspiele
Optische Literatur - 60 Jahre Literarisches Colloquium Berlin (LCB)

Belcanto oder Darf eine Nutte schluchzen (1977)

Kuratiert von Frederik Lang
 
Belcanto oder Darf eine Nutte schluchzen?

Sonntag, 4. Juni, um 15.30 Uhr

Einführung: Frederik Lang, Kurator der Reihe


BRD 1977, R: Robert Van Ackeren, B: Robert Van Ackeren, Joy Markert, nach dem Roman Empfang bei der Welt von Heinrich Mann, K: Jürgen Wagner, D: Kurt Raab, Romy Haag, Udo Kier, Nikolaus Dutsch, 94‘ · DCP

Arthur (Kurt Raab), Intendant eines Opernhauses, lädt die Repräsentanten der Macht-, Geld-, Lebe- und Kunstwelt zu einer Soirée. um die Mittel für den Bau eines neuen Opernhauses aufzutreiben: „Ich mache eine Hochstaplergeschichte, wie der Opernboß mit den Fähigkeiten eines Showtalents Wertvorstellungen und Prestigesucht einer Gesellschaftsschicht mit Taschenspielertricks für seine Interessen verschaltet. Das Vorhaben scheitert. Ich laß es glanzvoll scheitern“, erläuterte Regisseur Robert Van Ackeren sein Anliegen während der Dreharbeiten. Basierend auf dem Roman Empfang bei der Welt von Heinrich Mann entwirft er ein existentialistisches Kammerspiel in Form einer Opernverfilmung. Balletthaft Schauspieldarbietungen in einer reduzierten Szenerie werden begleitet von inneren Monologen, die den Zwiespalt von Schein und Sein thematisieren, und die Verlogenheit der Gesellschaft.
„Der schöne Gesang, der diesem Belcanto unterliegt (...) ist als bröckelnde Fassade menschlicher Handlungsweisen zu verstehen. ‚Die Wechselbeziehungen zwischen Schwachen und Starken, die Beziehung von Opfer und Täter zueinander ergibt in allen Fällen die psychologische Spannung und den Konflikt.‘ Darum ging es Heinrich Mann, und darum geht es letztlich auch Robert Van Ackeren.“ (Bernd Lubowski, Berliner Morgenpost, 25.3.1977) (fl)

Optische Literatur
Die Filmabteilung des Literarischen Colloquiums Berlin


Im Juni 2023 jährt sich die Gründung des Literarischen Colloquiums Berlin (LCB) und damit auch das Projekt einer Filmabteilung im LCB zum 60. Mal. Literaturverfilmungen und die filmische Auseinandersetzung mit Textvorlagen standen dabei nicht im Vordergrund, vielmehr sollten die Möglichkeiten des Films mit Blick auf Narration, Bildgestaltung und Sprache ausgelotet werden. Wie könnte eine „optische Literatur“ gelingen? Walter Höllerer, Professor für Literaturwissenschaft an der Technischen Universität und Initiator des LCB, propagierte einen erweiterten Literaturbegriff, der die Verbindungen zwischen Literatur und Film miteinschloss. Aus Höllerers Sicht glichen sich „Zeitbewusstsein, Weltdarstellung und Weltperspektive“ der modernen Literatur und des modernen Films.
Bis Mitte der 1990er Jahre entstanden am LCB ganz unterschiedliche Filme mit und ohne Literaturbezug; teils fürs Kino, teils fürs Fernsehen. Gezielt gefördert wurden ab Mitte der 1970er Jahre auch Arbeiten von Filmemacherinnen, ein Verdienst der Produktionsleiterin Ursula Ludwig.
Anlässlich des Jubiläums wurden zahlreiche Filme des LCB, die in der Deutschen Kinemathek archiviert sind, dort digital restauriert. Die neuen Kopien sind nun erstmals zu sehen in der von Frederik Lang kuratierten Filmreihe OPTISCHE LITERATUR. DIE FILMABTEILUNG DES LITERARISCHEN COLLOQUIUMS BERLIN, die Teil des in Kooperation mit dem Exzellenzcluster 2020 „Temporal Communities. Doing Literature in a Global Perspective“ entstandenen Jubiläumsfestivals Assemblage Berlin. 60 Jahre Literatur intermedial ist. Weitere Veranstaltungen finden im Zeughauskino und im LCB statt. In der Reihe Filmblatt-Schriften von CineGraphBabelsberg e. V. erscheint dazu die Begleitpublikation "Optische Literatur. Die Filmabteilung des Literarischen Colloquiums Berlin".

www.lcb.de
www.filmblatt.de
www.zeughauskino.de

Am Sonntag 11.6. um 15.30 Uhr: Glutmensch von Jonathan Briel.