Bundesplatz 14
10715 Berlin
U + S-Bhf Bundesplatz (U9 - S 41,42,46)
Bus 248, N9
Tel.: 030 / 85 40 60 85
Saal ist barrierefrei
Europa Cinema
Eintrittspreise:
-Erwachsene 9,-- €
-Kinder (bis 12 J.) 5,-- €
-ermäßigt 8,-- €
-Kinotag: Mittwoch 7,-- €
Keine Karten- nur Barzahlung
Wir zeigen heute,
Dienstag, den 31.01.2023:


15:30 Bundesplatz-Kino:
Passagiere der Nacht

18:00 Bundesplatz-Kino:
Close

20:30 Bundesplatz-Kino:
Heilige Spiele - Johann Sebastian Bach

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Impressum

Eva-Lichtspiele
Der neue Film von JEANINE MEERAPFEL

Eine Frau

 
Donnerstag 5.1. um 15.00 Uhr
Letzte Vorstellungen!

Deutschland / Argentinien 2020/21
Regie: Jeanine Meerapfel
Drehbuch: Jeanine Meerapfel, Ingo Haeb
Kamera: Johann Feindt
Schnitt: Vasso Floridi
Musik: Floros Floridis
104 min

EINE FRAU ist ein dokumentarisches Essay, ein sehr persönlicher Einblick in das Leben einer Frau, die nie angekommen ist. Ihre Geschichte beginnt im Burgund und endet an den Ufern des Rio de la Plata in Argentinien. Ein Film über Emigration, Erinnern und Vergessen.

Sie wollte so sehr glücklich sein. Und zunächst sah es gut für sie aus, als sie als hübsches Waisenkind mit blauen Augen und einem sonnigen Lächeln Carlos traf. Aber nach dem Ende der großen Liebe stand Malou alleine mit zwei Kindern da. In einem Land, das sie nicht kannte. Sie starb einsam mit 61 Jahren in einem feuchten Haus an Nierenversagen. Jeanine Meerapfel versucht die eigenen, verschütteten Erinnerungen an die Lebensstationen ihrer Mutter in Deutschland, Frankreich und Argentinien zusammenzusetzen.
Das dokumentarische Essay ist ein persönlicher Blick in die Vergangenheit und Familiengeschichte. Wundervoll, wie sich die Erinnerung an die Mutter mit Zeitgeschichte verschränkt und dadurch eine größere Dimension eröffnet.

Quelle: DOK.fest München 2022 / Ina Borrmann

Drehorte: Straßburg, Chalon sur Saône, Untergrombach, Amsterdam, Buenos Aires

“In ihrer berührenden, subtilen Dokumentation zeichnet Jeanine Meerapfel das Leben ihrer französischen Mutter nach: Aufgewachsen als Waisenkind in der Bourgogne heiratet sie einen deutschen Juden und emigriert mit ihm nach Argentinien - wo es bergabgeht. Die Klarheit in der Erzählstimme der Filmemacherin, der Jazz von Floros Floridis und die suchenden Bilder verdichten sich zum Ordnungsversuch chaotischer Familienerinnerungen, die untrennbar verwoben sind mit den Wirren des 20. Jahrhunderts.”
Süddeutsche Zeitung

“Weil Meerapfel in ihrer Inszenierung mit offenen Karten spielt, erfahren wir auch viel über die im Kommentar reflektierte Unsicherheit jedes Erzählens. Mit dieser tastenden Vergewisserung wird die ergreifende persönliche Hommage an Mutter Malou neben einem Dokument über Emigration und weibliche Abhängigkeiten auch zu einem Film über die Erinnerung selbst, zu einem in viele Richtungen lesbaren und zum Weiterdenken anregenden philosophischen Filmessay mit reichhaltigen ästhetischen Reizen.”
Der Freitag

„EINE FRAU ist eine Reflexion über ein Leben in der Fremde in einem Land, das dann selbst eine Diktatur erleben sollte. Ja, fremd im Leben. Ein Film über Flucht, Vertreibung und Heimatverlust, der gerade in Zeiten der Flüchtlingskrise hochaktuell ist. Und von allen verstanden wird.“
Berliner Morgenpost