Bundesplatz 14
10715 Berlin
U + S-Bhf Bundesplatz (U9 - S 41,42,46)
Bus 248, N9
Tel.: 030 / 85 40 60 85
Europa Cinema
Eintrittspreise:
-Erwachsene 8,-- €
-Kinder (bis 12 J.) 5,-- €
-ermäßigt 7,-- €
-Kinotag: Mittwoch 6,-- €
keine Kreditkartenzahlung möglich
Bitte erfragen Sie
unser aktuelles Programm
telefonisch:
030 / 85 40 60 85
Durch Anklicken der Filmtitel erhalten Sie detaillierte Beschreibungen zu den Filmen


Impressum

Eva-Lichtspiele
Jetzt auch bei uns: Dieser wichtige Film aus Deutschland und für Deutschland!

Futur Drei

Erfrischend und schön! Der Debütfilm eines ganz großen Talents! (... vieler Talente!)
 
Mittwoch 28.10.: um 18.00 Uhr

Deutschland 2020,
Regie: Faraz Shariat
Drehbuch: Faraz Shariat, Paulina Lorenz
Kamera: Simon Vu
Schnitt: Friederike Hohmuth
Musik: Jakob Hüffell, Säye Skye, Jan Günther
mit Benjamin Radjaipour, Banafshe Hourmazdi, Eidin Jalali u.a.
92 Minuten

In seinem autobiographischen Regiedebüt erzählt Faraz Shariat, Jahrgang 1994, authentisch und zugleich wundersam überhöht vom queeren Heranwachsen eines Einwanderersohns in Deutschland – und liefert damit einen entschlossenen Gegenentwurf zu einem konventionellen deutschen Kino, in dem post-migrantische Erlebnisse und Geschichten von Einwanderern und ihrer Familien allzu oft ausgeschlossen oder misrepräsentiert werden. Für sein sensibles, pop-affines und kraftvolles Plädoyer für Diversität wurde „Futur Drei“ beim First Steps Award 2019 als Bester Spielfilm ausgezeichnet, Shariats junges Darsteller*innen-Ensemble (Banafshe Hourmazdi, Eidin Jalali, Benjamin Radjaipour) erhielt den Götz-George-Nachwuchspreis. Auf der Berlinale, wo der Film im Panorama seine Weltpremiere feierte, wurde „Futur Drei“ mit zwei Teddys (Bester Spielfilm, Leser*innen-Preis) geehrt.
Und vor kurzem kam hinzu: der Gilde-Filmpreis, Bester Film (Junges Kino).

Die FBW (Deutsche Film- und Medienbewertung) hat FUTUR DREI das Prädikat besonders wertvoll verliehen.
In der Begründung der Jury ist die Begeisterung zu spüren, der wir Kinomacher genauso teilen:
"Ein Debütfilm wie ein Paukenschlag: Mutig, originell und radikal.
Der autobiografisch inspirierte Film von Faraz Shariat erzählt die Geschichte des jungen Deutsch-Iraners Parvis, der während seiner Sozialstunden in einer Geflüchtetenunterkunft auf ein iranisches Geschwisterpaar trifft. Mit eindringlicher Intensität, einem genauen Gespür für die Konflikte der Figuren und einem kongenialen Cast gelingt Faraz Shariat ein sensationelles Langfilmdebüt.
Schon die erste Szene lässt die große Nähe erkennen, mit der die Kamera von Simon Vu der Figur des Parvis begegnet. Der junge Mann lebt mit seinen Eltern in Hildesheim. Die stammen aus dem Iran, lieben und verhätscheln ihren Sohn ein wenig – und haben eigentlich kein Problem mit seinem Schwulsein. Doch ein nicht-heterosexuelles Erwachsenwerden in der Provinz ist immer eine Herausforderung. Parvis‘ Unsicherheit bei der Identitätssuche und dem Zwischen-den-Welten-Wandern kann man sich als Zuschauer*in in keiner Minute entziehen, was den Film zu einem körperlich spürbaren intensiven Kinoerlebnis macht. Mit der Geflüchtetenthematik erwächst ziemlich schnell ein weiterer Themenkomplex in der Handlung, der den Film durch die große gesellschaftliche Relevanz noch dichter und komplexer macht. Denn die Geschwister sind nicht nur einzigartige Menschen, mit denen Parvis bald eine ganz besondere Beziehung verbindet, sie haben auch existenzielle Probleme, die Parvis mit seinem eigenen Selbstverständnis konfrontieren. In Bezug auf seine Nationalität, seine Sexualität, seine Identität. Die drei Nachwuchsdarsteller*innen Benjamin Radjaipour, Eidin Jalali und Banafshe Hourmazdi verkörpern ihre Figuren mit einer so großen Präsenz, dass man ihnen ewig zuschauen könnte. Die Inszenierung ist originell und konsequent mutig, bis hin zu surreal anmutenden Sequenzen, die Dialoge sind wahrhaftig, die Montage mit gutem Beat, ebenso wie der antreibende und passend ausgewählte Soundtrack.
FUTUR DREI ist junges deutsches Kino, wie es besser nicht geht. Mutig und ehrlich, sanft und wild zugleich."