Bundesplatz 14
10715 Berlin
U + S-Bhf Bundesplatz (U9 - S 41,42,46)
Bus 248, N9
Tel.: 030 / 85 40 60 85
Europa Cinema
Eintrittspreise:
-Erwachsene 8,-- €
-Kinder (bis 12 J.) 5,-- €
-ermäßigt 7,-- €
-Kinotag: Mittwoch 6,-- €
keine Kreditkartenzahlung möglich
Wir zeigen heute,
Donnerstag, den 29.10.2020:


15:30 Bundesplatz-Kino:
Master Cheng in Pohjanjoki

18:00 Bundesplatz-Kino:
Eine Frau mit berauschenden Talenten

20:30 Bundesplatz-Kino:
Schwesterlein

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Impressum

Eva-Lichtspiele
Internationale FILMKLASSIKER

Wilde Erdbeeren (1957)

Ein Meisterwerk von INGMAR BERGMAN
 
am Dienstag 6.10. um 15.30 Uhr

Schweden 1957
Drehbuch und Regie: Ingmar Bergman
Kamera: Gunnar Fischer
mit Victor Sjöström, Ingrid Thulin, Bibi Andersson, Gunnar Björnstrand, Folke Sundquist, Björn Bjelfvenstam, Jullan Kindahl, Max von Sydow, Gunnel Lindblom
92 Minuten

Berlinale 1958: Goldener Bär - Bester Film
Golden Globe 1960: Bester fremdsprachiger Film

Zweifellos ein Meilenstein in der Filmgeschichte. Und auch ein frühes Roadmovie!

Professor Isak Borg lebt nach dem Tod seiner Frau allein mit einer mürrischen alten Haushälterin. Nun hat seine Schwiegertochter bei ihm Zuflucht gesucht nach einem Streit mit ihrem Ehemann. Sie wird ihn begleiten auf einer Autofahrt in die Universitätsstadt, denn man hat zum 50. Jahrestag seiner Promotion eine Feier vorbereitet. In der Nacht davor hat Professor Borg einen merkwürdigen Traum. Er verirrt sich in einer geisterhaften Stadt, und er begegnet seinem eigenen Leichnam...

Dass man „Wilde Erdbeeren“ auch kritischer ansehen kann und etwa bemängeln, wie viel Konstruktion und Drehbuch-Willkür darin steckt. Oder etwas über die verkappte Autobiographie eines Pfarrersohnes, der lebenslang mit der in der Kindheit erfahrenen Lieblosigkeit haderte und im richtigen Leben mindestens so viel Schwierigkeiten mit emotionaler Nähe hatte wie sein Protagonist. Wie viel Strindberg in „Wilde Erdbeeren“ steckt … Aber mit den ersten Bildern ist all das wieder vergessen. Und das Staunen ist wieder da, darüber, wie viel Wahrhaftigkeit in 92 Minuten Kinozeit stecken kann.

Georg Seeßlen, Deutschlandfunk