Bundesplatz 14
10715 Berlin
U + S-Bhf Bundesplatz (U9 - S 41,42,46)
Bus 248, N9
Tel.: 030 / 85 40 60 85
Europa Cinema
Eintrittspreise:
-Erwachsene 8,-- €
-Kinder (bis 12 J.) 5,-- €
-ermäßigt 7,-- €
-Kinotag: Mittwoch 6,-- €
Wir zeigen heute,
Mittwoch, den 29.01.2020:


15:30 Bundesplatz-Kino:
Porträt einer jungen Frau in Flammen

18:00 Bundesplatz-Kino:
Als Hitler das rosa Kaninchen stahl

20:30 Bundesplatz-Kino:
Miles Davis: Birth of the Cool (OmU)

Durch Anklicken der Filmtitel erhalten Sie detaillierte Beschreibungen zu den Filmen


Impressum

Eva-Lichtspiele
Filmvorführung und Gespräch

Deportation der Rumäniendeutschen in die UdSSR

In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Kulturforum östliches Europa und mit der Kulturreferentin für Siebenbürgen
 
Deportation der Rumäniendeutschen in die Sowjetunion

Am Samstag, 18. Januar, um 15.30 Uhr.
Eintritt: 6.- Euro.

Mitwirkende:
Dr. Heinke Fabritius, Kulturreferentin für Siebenbürgen am Siebenbürgischen Museum Gundelsheim

Günter Czernetzky, Filmregisseur

Florin Besoiu, Filmregisseur

Claudiu Florian, Leiter des Rumänischen Kulturinstituts Berlin

Dr. Ingeborg Szöllösi, Südosteuropa-Referentin im Deutschen Kulturforum östliches Europa


Am 16. Dezember 1944 erließ Stalin einen Geheimbefehl zur »Mobilisierung und Internierung aller arbeitstauglichen Deutschen auf den von der Roten Armee befreiten Territorien«. Damit war die zeitweilige Zwangsverschickung der arbeitsfähigen deutschen Bevölkerung zur Aufbauarbeit in die Sowjetunion besiegelt. Im Januar 1945 wurden etwa 70 000 Rumäniendeutsche – Männer zwischen 17 und 45, Frauen zwischen 18 und 30 Jahren – deportiert. Wegen extremer Kälte, mangelhafter Unterbringung, chronischer Unterernährung, defizitärer hygienischer Bedingungen und schlechter medizinischer Versorgung kamen viele ums Leben. Die Überlebenden kehrten bis Ende 1949 in ihre Heimat zurück.

Im Gedenkjahr »75 Jahre Deportation der Rumäniendeutschen in die Sowjetunion« präsentieren das Deutsche Kulturforum östliches Europa, die Kulturreferentin für Siebenbürgen und das Bundesplatz-Kino zwei Dokumentarfilme:

Heimkehr aus der Sklaverei
Regie: Günter Czernetzky, Rumänien/Deutschland 2011, 35 min
Günter Czernetzky, geb. 1956 in Schäßburg/Sighi?oara (Siebenbürgen), Studium an der Filmhochschule Bukarest und Hochschule für Film und Fernsehen München, seit 1988 Film- und Theaterregisseur, Autor, Produzent, Medienpädagoge, zahlreiche TV-Dokumentationen: Donbass Sklaven – Verschleppte Deutsche erinnern sich (1992, ARD), Arbeitssklaven unter Hitler und Stalin (1993, ARD/BR), Workuta 1953. Rebellion im Straflager (1993, ARD/BR), Gefangen und Verurteilt – Spätheimkehrer erinnern sich (1996, SDR) u. a., Buchpublikationen: Deutsche im Gulag 1936–1956. Anthologie des Erinnerns u. a.

Die Überlebenden im Winter. Erinnerungen aus der Deportation
Regie: Florin Besoiu, Rumänien 2017, 35 min.

Florin Besoiu, geb. 1984 in Mühlbach/Sebe? (Siebenbürgen), Studium an der Theaterhochschule in Hermannstadt/Sibiu, seit 2006 Schauspieler, Theaterregisseur, Theaterpädagoge, Journalist, Filmregisseur. Autor von zahlreichen Kurzfilmen sowie von Dokumentarfilmen zur Deportation der Rumäniendeutschen in die Sowjetunion: Zuwanderung nach Siebenbürgen. Erfolgsgeschichten (2017) und Die Überlebenden im Winter. Erinnerungen aus der Deportation (2017).