Bundesplatz 14
10715 Berlin
U + S-Bhf Bundesplatz (U9 - S 41,42,46)
Bus 248, N9
Tel.: 030 / 85 40 60 85
Europa Cinema
Eintrittspreise:
-Erwachsene 8,-- €
-Kinder (bis 12 J.) 5,-- €
-ermäßigt 7,-- €
-Kinotag: Mittwoch 6,-- €
Wir zeigen heute,
Mittwoch, den 29.01.2020:


15:30 Bundesplatz-Kino:
Porträt einer jungen Frau in Flammen

18:00 Bundesplatz-Kino:
Als Hitler das rosa Kaninchen stahl

20:30 Bundesplatz-Kino:
Miles Davis: Birth of the Cool (OmU)

Durch Anklicken der Filmtitel erhalten Sie detaillierte Beschreibungen zu den Filmen


Impressum

Eva-Lichtspiele
Hommage an BERNHARD SINKEL zum Achtzigsten!

Lina Braake (1974)

oder DIE INTERESSEN DER BANK KÖNNEN NICHT DIE INTERESSEN SEIN, DIE LINA BRAAKE HAT
 
In Zusammenarbeit mit der DEUTSCHEN KINEMATHEK - MUSEUM FÜR FILM UND FERNSEHEN

Eröffnung der Hommage an Bernhard Sinkel zum 80. Geburtstag

am Sonntag, 26. Januar, um 15.30 Uhr.

Zu Gast: der Regisseur BERNHARD SINKEL


Bernhard Sinkel zählt zu den wichtigsten Protagonisten des Neuen Deutschen Films, und seine Werke zeugen sowohl von seiner individuellen Erzählkunst wie auch von seinem genauen Blick für Missstände in Politik und Gesellschaft. Mit seinem Debütfilm "Lina Braake oder Die Interessen der Bank können nicht die Interessen sein, die Lina Braake hat" (1975) gelang ihm einer der größten Erfolge des deutschen Kinos der 1970er-Jahre – längst ist der bitterböse Film ein Klassiker, und durch die Bankenkrise erlangte er rund 40 Jahre nach seinem Entstehen eine unerwartete Aktualität. Aber auch mit "Kaltgestellt", über die unheimliche Macht der Geheimdienste, und dem Fernsehmehrteiler "Väter und Söhne", der in opulenten Bildern und mit zahlreichen internationalen Stars die Geschichte der Frankfurter IG Farben und ihre Verstrickungen in die Politik beleuchtet, drehte Sinkel Filme von zeitloser Relevanz. Nach "Der Kinoerzähler", seiner Liebeserklärung an den frühen Film, zog sich Sinkel 1993 aus dem Filmgeschäft zurück. In den folgenden Jahren machte er sich als Opernregisseur einen Namen. Seine Bedeutung für das deutsche Kino bleibt indes ungebrochen. Am 19. Januar wird Bernhard Sinkel 80 Jahre alt. Dazu gratulieren wir sehr herzlich und zeigen in Zusammenarbeit mit der Deutschen Kinemathek nach LINA BRAAKE noch zwei weitere seiner Filme als Hommage:

Sonntag, 2.2., 15:30 Uhr: Der Mädchenkrieg (1977)

Sonntag, 9.2., 15:30 Uhr: Der Kinoerzähler (1993)
Bei uns zu Gast: Harry Baer

LINA BRAAKE oder DIE INTERESSEN DER BANK KÖNNEN NICHT DIE INTERESSEN VON LINA BRAAKE SEIN

BRD 1975
Produktion, Drehbuch, Regie: Bernhard Sinkel
Kamera: Alf Brustellin
Schnitt: Heidi Genée
Mit Lina Carstens, Fritz Rasp, Herbert Bötticher, Erika Schramm, Benno Hoffmann
88 Min.

Als der Besitzer des Hauses, in dem Lina Braake wohnt, stirbt, fällt das Haus der Bank zu. Im Zuge der Totalsanierung des Gebäudes wird die 81-jährige aus ihrer Wohnung geworfen und in einen Altersheim abgeschoben. Dort lernt sie den 84-jährigen Gustaf kennen. Gemeinsam schmiedet das rüstige Rentner-Paar einen Plan, um Rache an der Bank zu nehmen: Mit einem gewitzten Kreditbetrug wollen sie sich ein Landhaus auf Sardinien kaufen und zusammen "aussteigen"...

Mit geringem Budget gedreht, avancierte sein Debütfilm zu einem der ersten Publikumserfolge des Jungen Deutschen Films. Die sozialkritische Komödie über eine 81-jährige Frau, die sich mit Witz und List gegen die unseriösen Praktiken einer Bank wehrt, feierte im Forum der Berlinale 1975 Premiere und wurde mit dem Interfilm Award ausgezeichnet. Es folgte ein Ernst-Lubitsch-Preis, ein Deutscher Filmpreis in Silber als Bester Spielfilm sowie ein Deutscher Filmpreis in Gold für die Hauptdarstellerin Lina Carstens.
www.filmportal.de

Auszeichnungen:
• Bundesfilmpreis 1975 als bester Film des Jahres
• Bundesfilmpreis 1975 für Lina Carstens
• INTERFILM Preis Berlinale 1975
• Ernst Lubitsch Preis 1976
• Silberne Nofretete Filmfestival Kairo 1976
• Festival du Film d‘Humour, Chamrousse 1979: Prix du Public, Prix de la Critique, Prix de l‘Art et Essai