DIE BILDERWELTEN DES JONATAN BRIEL

Orphée / Orpheus (1950, OmU)

Filmreihe und Ausstellung

Sonntag, 6. September 2026, um 15.30 Uhr.

Einführung: Frederik Lang

Vorführung einer 35mm-Kopie


Frankreich, 1950, 95 Min.
Regie/Buch: Jean Cocteau,
Mit Jean Marais, Marie Déa

Im Paris der damaligen Gegenwart macht sich Orpheus auf die verzweifelte Suche nach seiner geliebten Eurydike, die von den Handlangern einer mysteriösen Prinzessin ermordet wurde. Dabei wird Orpheus mit in Leder gekleideten Todesengeln auf Motorrädern konfrontiert und findet schließlich einen Weg in die Unterwelt, in das Reich der Imagination und des Todes. Als kunstvoll verschachteltes Labyrinth aus poetischen Zeichen und mythologischen Anspielungen inszeniert der Künstler und Dichter Jean Cocteau die antike Geschichte als Filmgedicht.

Im Dezember 1963 kann Briel die visuell herausragende Orpheus-Verfilmung des von ihm sehr verehrten Cocteau in seinem Filmclub zeigen. Knapp 20 Jahre später erweist er dem Film eine Reverenz im unverfilmt gebliebenen Hölderlin-Projekt „Untertänigst Scardanelli“ (Lesung und Gespräch am 5.9. im Zeughauskino), in dessen Prolog sich Orpheus in Eurydike verwandelt und dabei von bedrohlich wirkenden und in Leder gekleideten Motorradfahren beobachtet wird.


Nächste BRIEL-Vorstellung:

Sonntag, 13. September um 15.30 Uhr im Bundesplatz-Kino
Berlin, Berlin, Berlin
BRD 1970, R/B/S: Jonatan Briel, K: Jörg Jeshel, D: Adelheid Pickert, 35 min, SD-Video
Kurzschluß
BRD 1971, R: Wolfram Zobus, Lothar Lambert, 18 min, SD-Video
Einführung: Jan Gympel, Zu Gast: Lothar Lambert