Bundesplatz-Kino

Bundesplatz 14
10715 Berlin
U + S-Bhf Bundesplatz (U9 - S 41,42,46)
Bus 248, N9
Tel.: 030 / 85 40 60 85
Saal ist barrierefrei
Wir zeigen heute,
Sonntag, den 08.02.2026:


11:00 Bundesplatz-Kino:
Arrow Ein Tag ohne Frauen

13:45 Bundesplatz-Kino:
Arrow Triegel trifft Cranach - Malen im Widerstreit der Zeiten

16:00 Bundesplatz-Kino:
Arrow Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke

19:00 Bundesplatz-Kino:
Arrow Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke

Eintrittspreise

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Pfeil Cosima Filmtheater
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Ein feiner, feinfühliger Film - ein filmisches Juwel!

Silent Friend

Mi, 11.02.2026, 17:30 Uhr

Mittwoch 11.02.

147 min

Deutschland/Ungarn/Frankreich 2025
Drehbuch und Regie: Ildikó Enyedi
Kamera: Gergely Pálos
Mit: Tony Leung, Enzo Brumm, Luna Wedler, Martin Wuttke, Sylvester Groth, Johannes Hegemann, Rainer Bock, Marlene Burow u.a.

Lassen Sie sich nicht dadurch irritieren, dass dieser Film nicht für einen europäischen Filmpreis nominiert wurde... Urteilen Sie selbst.
Wir finden: Dieser Film ist tatsächlich eine der großen europäischen Produktionen des Jahres - und zweifellos ist ILDIKO ENYEDI - gerade in ihrer stillen, unaufdringlichen Art - eine der wahrhaft großen zeitgenössischen Regisseurinnen! (M.E.)

"Als 2020 die Corona-Pandemie ausbricht, sitzt ein asiatischer Neurowissenschaftler auf dem Campus der Uni Marburg fest. In der Isolation wendet er sich, inspiriert von einem alten Gingkobaum im Botanischen Garten, der Wahrnehmung und Kommunikation von Pflanzen zu. Seine Geschichte wird mit zwei anderen Schicksalen verquickt, deren Zeuge der prächtige Baum wurde. Anfang des 20. Jahrhunderts kämpft eine Botanik-Studentin mit patriarchalen Vorurteilen, und in den 1970er-Jahren lernt ein Student eine Kommilitonin kennen, die sich für die Kommunikation von Pflanzen begeistert. Der mit 35mm- und 16mm-Material sowie digital gedrehte Film verschränkt diese Zeitebenen zu einem zarten Hohelied auf die Fähigkeit, die Grenzen der eigenen Wahrnehmung zu erkennen und neugierig nach einer Horizonterweiterung zu streben. Dabei glänzt er mit einer durchdachten Bildsprache und mit einem feinen Sinn für Humor."
filmdienst

epd Film wählte SILENT FRIEND zum Film des Monats Januar:
"Für die titelgebende Hauptrolle wählte sie allerdings einen Baum ... Ildikó Enyedi versucht damit, unsere Grenzen des Erlebens und Verstehens der Natur, die uns umgibt, aufzubrechen. ... wie Jahresringe bei einem Baum wachsen in Silent Friend immer neue Sinnschichten und Erzählstränge übereinander. Der Film behandelt auf einzigartige, sinnliche Weise unsere Beziehung zur Natur, deren Teil wir ebenso sind wie die Pflanzen. Zusätzlich erzählt er von Goethe und menschlichem Forscherdrang. Außerdem führt er uns eindrücklich vor Augen, dass wir Menschen bei allem Wissen, das wir anhäufen, manchmal daran scheitern, uns die einfachsten Dinge zu sagen. Denn schließlich ist »Silent Friend« auch ein Film über die Fortpflanzung und die Liebe, voller Humor, Melancholie und Witz."
epd Film 1/2026

Im Herzen des botanischen Gartens der mittelalterlichen Universitätsstadt Marburg steht ein majestätischer Ginkgobaum. Seit über hundert Jahren ist er stiller Zeuge – Beobachter leiser, tiefgreifender Veränderungen im Leben dreier Menschen.

[Botanischer Garten der Philipps Universität Marburg]




2020 wagt ein Neurowissenschaftler aus Hongkong (Tony Leung), der die kognitive Entwicklung von Babys erforscht, ein ungewöhnliches Experiment mit dem uralten Baum.










1972 erfährt ein junger Student (Enzo Brumm) eine innere Wandlung – ausgelöst durch die konzentrierte Beobachtung einer einfachen Geranie.










1908 folgt die erste Studentin der Universität (Luna Wedler) ihrer Leidenschaft für die Fotografie – und entdeckt durch das Objektiv ihrer Kamera die verborgenen Muster des Universums.







Nach dem Goldenen-Bären-Gewinner „Körper und Seele“ (2017) präsentiert die ungarische Regisseurin Ildikó Enyedi mit SILENT FRIEND ein poetisches, sensibles Werk, in dem die Beziehung zwischen Pflanzen und Menschen zum Sinnbild für die universelle Sehnsucht nach Verbundenheit wird. In den stillen Versuchen ihrer Protagonisten, sich mit der Welt, der Natur und mit sich selbst zu verbinden, entfaltet sich eine berührende Geschichte über Zugehörigkeit, Wandel – und die Schönheit der Sehnsucht. In Venedig wurde Luna Wedler für ihre Rolle mit dem Preis als beste junge Entdeckung ausgezeichnet.
Pandora Film

„Bei einem Baum handelt es sich um ein komplexes Wesen mit einer eigenen Wahrnehmungswelt, die genauso gültig und wichtig ist wie diejenige der Menschen.
Da wir die Grenzen unserer Wahrnehmung nicht überschreiten können, habe ich mich dafür entschieden, durch drei Begegnungen, drei Zusammenstöße, drei unvollkommene und eher unbeholfene Versuche mit der Welt jenseits des menschlich Wahrnehmbaren in Verbindung zu treten.“
Ildikó Enyedi


AUSZEICHNUNGEN:

- Valladolid IFF 2025
Silberne Ähre
Green Spike Award

- Chicago IFF 2025
Silberner Hugo, Beste Kamera

- La Roche-sur-Yon IFF 2025
Grioßer Preis der Jury, Internationaler Wettbewerb

- IFF Venedig 2025
FIPRESCI-Preis (Verband der Filmkritiker!)
Marcello-Mastroianni-Preis, Beste Nachwuchsdarstellerin: Luna Wedler
Premio CinemaSarà
Edipo Re Award
Green Drop Award
Leoncino d'Oro Award – Cinema of UNICEF

Die Filmemacherin ILDIKÓ ENYEDI über ihre Arbeitsweise:
»Ich arbeite im Tempo meines Denkens«, sagt sie. »Und mein Denken ist nicht sehr effizient. Es ist neugierig, aber langsam.«

epd Film 1/26