Bundesplatz-Kino

Bundesplatz 14
10715 Berlin
U + S-Bhf Bundesplatz (U9 - S 41,42,46)
Bus 248, N9
Tel.: 030 / 85 40 60 85
Saal ist barrierefrei
Wir zeigen heute,
Mittwoch, den 21.01.2026:


15:15 Bundesplatz-Kino:
Arrow Der Held vom Bahnhof Friedrichstrasse

17:30 Bundesplatz-Kino:
Arrow Silent Friend

20:30 Bundesplatz-Kino:
Arrow Der Fremde

Eintrittspreise

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Pfeil Cosima Filmtheater
Pfeil Eva Lichtspiele
Hark Bohms verfilmter Bestseller über seine Kriegskindheit auf der Nordseeinsel Amrum

Amrum

Für alle, die diesen schönen Film bislang verpasst haben!

IM BUNDESPLATZ-KINO:
am Donnerstag, 22.1. um 18.00 Uhr
am Samstag, 24.1. um 15.30 Uhr


Donnerstag 22.01.
Samstag 24.01.

93 min


Deutschland 2024/25
Regie: Faith Akin
Drehbuch: Hark Bohm, Fatih Akin
nach dem Roman von Hark Bohm
Mit: Jasper Billerbeck, Diane Kruger, Laura Tonke, Detlev Buck, Lisa Hagmeister, Lars Jessen, Matthias Schweighöfer

"... einen der schönsten deutschen Filme aus 2025 ...
Die eine Woche im Frühjahr 1945, die das Drama erzählt, ist atmosphärisch dicht, aber ausgesprochen zurückhaltend inszeniert. Bei Fatih Akin geht es sonst hitziger zu. Der Film wird zur Hommage - an den Filmemacherkollegen und an die Insel."

Gunda Bartels, Tagesspiegel

Seehundjagd, Fischen bei Nacht, Schuften auf dem Acker, nichts ist zu gefährlich oder zu mühsam für den 12-jährigen Nanning, um seiner Mutter in den letzten Kriegstagen zu helfen, die Familie zu ernähren. Mit dem ersehnten Frieden kommen allerdings völlig neue Konflikte, und Nanning muss lernen, seinen eigenen Weg zu finden.

Frühling 1945, noch tobt der Zweite Weltkrieg, doch auf der kleinen Nordseeinsel Amrum bekommen die Anwohner nicht allzu viel davon mit. Ja, es gibt nicht mehr ausreichend zu Essen, aber dank der rustikalen Bäuerin Tessa (Diane Kruger) werden die Felder noch bestellt und so gibt es zumindest Kartoffeln. Bei der Aussaat hilft ihr auch der 12jährige Nanning (Jasper Billerbeck), der mit seiner Mutter Hille (Laura Tonke), zwei kleineren Geschwistern und einem gerade geborenen Baby, aus seiner Heimatstadt Hamburg auf die Insel geflohen ist. Dort allerdings nicht in ärmlichen Verhältnissen lebt, denn der Vater ist ein hohes Tier im Nationalsozialistischen System, was noch Vor- aber auch schon Nachteile mit sich bringt: Die Familie hat genug Essensmarken, doch die vor dem Haus aufgezogene Hakenkreuzfahne macht sie auf der Insel zu Außenseitern. Denn die meisten der wortkargen Bewohner haben das Regime eher hingenommen, als aktiv unterstützt und sehnen das Ende des Krieges herbei.

Nicht so jedoch Hille, die nach der Nachricht, dass sich Hitler in Berlin das Leben genommen hat, ihren Lebenswillen verliert und aufhört zu Essen. Allein auf ein Weißbrot mit Butter und Honig habe sie Appetit und so setzt Nanning alles daran, um seiner Mutter eine Freude zu machen.

Der 1939 in Hamburg geborene Hark Bohm wuchs selbst auf Amrum auf, verarbeitete seine Kindheitserinnerungen in einem Roman, den er auch selbst verfilmen wollte. Doch sein hohes Alter verhinderten den Plan und so bat Bohm seinen Freund Fatih Akin – an dessen Drehbüchern zu „Tschick“ und „Aus dem Nichts“ Bohm mitgearbeitet hatte – das Projekt zu realisieren. Einfach ein fremdes Drehbuch, wenngleich das eines Freundes, zu verfilmen, kam für Fatih Akin jedoch nicht in Frage, erst nach einer starken Überarbeitung von Bohms Buch fand Akin einen persönlichen Zugang zur Geschichte, zu einer Welt, die er selbst nicht kennt.